MARTIN STAUDINGER IM INTERVIEW

„Nicht die Partei sondern die Idee zählt! Und ein Bürgermeister der sie umsetzt!

Herr Staudinger, was halten Sie von den anderen Parteien?
Ich habe mir die Ansagen der anderen Parteien durchgelesen, da sind überall gute Ideen dabei. Das entspricht meiner Überzeugung: Von allen die besten Ideen zu mehrheitsfähigen Konzepten zu entwickeln. Und dann gemeinsam auch umzusetzen!

Irgendwie ist das Strandbad doch schon lange Thema?
Vor 20 Jahren kaufte die Gemeinde das Thaler-Areal, das war richtig. Nur wurde bis heute nichts daraus gemacht. Vor 5 Jahren gab es dann einen Architektenwettbewerb. Da sind wirklich gute Entwürfe dabei, die von einer Jury bewertet wurden. Holen wir sie aus dem Rathausarchiv und lassen wir sie von den Bürgern bewerten. Sie sind eine solide Basis, der schon bald, endlich, eine Umsetzung folgen kann.

Wurden die Bürger nicht schon beteiligt?
Es braucht beides: Bürgerbeiteiligung und Umsetzungskraft. Sonst verleidet es den Bürgern, sich zu beteiligen, wenn am Schluss eh nix draus wird. Und die Planungskosten waren dann auch „umsonst“.

Hilft es, Grundstücke zu verscherbeln?
Das ist keine Strategie, denn wenn man das Budget nicht in den Griff bekommt, müsste man laufend verkaufen, und irgendwann gibt es nichts mehr zu verkaufen. Im Gegenteil, Grundstücke sollten strategisch eingesetzt werden. Grundstücke am See sollten behalten werden, um sie der Ortsentwicklung widmen zu können, für Freiflächen für alle. Grundstücke zu verkaufen ist nur gezielt dann ratsam, wenn man mit dem Käufer klare Ziele vereinbart, wie die Errichtung von leistbaren Wohnungen.

Wie würden Sie das Budget sanieren?
Es braucht einen Kassasturz, der Vermögen und Schulden sauber auflistet. Beim Vermögen muss man natürlich ehrlich sein: Eine Schule ist ein Vermögen, aber kann und soll natürlich
niemals verkauft werden. Die Gemeinde besitzt auch einige Gesellschaften, hier ist einiges ausgegliedert, sowohl an Vermögen als auch Schulden. Und operative Gesellschaften wie
bei den S p o r t – u n d Freizeitanlagen.

Was nun, Schulden machen oder harte Einsparungen?
Alle Kandidaten haben in den vergangenen Jahren zugeschaut, wie das Budget aus dem Ruder läuft. Wir wollen keine Schulden machen. Alle laufenden Einnahmen und Ausgaben
müssen auf den Prüfstand. Ziel ist ein ausgeglichenes laufendes Budget, das zumindest ein leichtes Plus im operativen Bereich ergibt, damit für längerfristige Investitionen
zumindest ein jährlicher Beitrag möglich ist.